Zurück zur Übersicht

IoT? Gewusst wie! Wie die Vernetzung von Gegenständen Ihr Unternehmen zukunftsfähig macht

ProfilfotoManuel Reinfurt
Chief Technical Officer

03.08.2021

Was ist IoT und was bringt es Ihrem Unternehmen? Wir klären die wichtigsten Fragen für Sie und zeigen, wie Ihr Unternehmen mit dem Internet of Things die Digitalisierung vorantreiben kann.

Grundlegend ist das Internet of Things (IoT) jedes Objekt, das mit dem Internet verbunden werden kann, von Alltagsgegenständen bis hin zu großen Fabrikanlagen. Allerdings können sich die Definitionen des Internets der Dinge je nach Anwendungsbereich und verwendeter Technik unterscheiden. Das Ziel dessen ist es, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen. Immer mehr umfasst das IoT verbundene Dinge, die mit Sensoren, Software und anderen Technologien ausgestattet sind, um wertvolle Daten zu empfangen. Cloud, App, Web und Hardware ergeben zusammen ein IoT-System, das gesteuert und überwacht werden kann. Die Steuerung der Objekte ist durch die Vernetzung und Cloud-Speicherung von einem beliebigen Ort möglich.

Worin liegen die Unterschiede von IoT, IIoT und Industrie 4.0?

Internet of Things, Industrie 4.0 und Smart Home werden gerne synonym verwendet, obwohl jeder Begriff seine eigene Bedeutung hat. Aber wie hängen sie wirklich zusammen und was bringt das Ihrem Unternehmen?

Industrie 4.0 ist die digitale Vernetzung von Menschen, Maschinen und Produkten für eine effizientere Produktion. Dabei dient Industrie 4.0 als Metabegriff für die Weiterentwicklung der Produktions- und Wertschöpfungssysteme durch die Verknüpfung der realen und der digitalen Welt mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie. Bei diesem Prozess werden IoT bzw. IIoT als Technologieträger für die Vernetzung gesehen.

Das IoT ist ein Teil der Industrie 4.0. Es ist auf die Vernetzung von Maschinen bzw. Geräten und Menschen mit- und untereinander ausgelegt. Zum Beispiel zählen GPS-Tracker aber auch Smart Home-Lösungen zum klassischen IoT. So lassen sich u.a. Lampen, die Waschmaschine oder die Heizung bequem mit einer App steuern.

Das Industrial Internet of Things (IIoT) ist ein Bereich des IoT und somit auch der Industrie 4.0. IIoT bezeichnet den Einsatz von vernetzten Maschinen, Geräten und Sensoren in industriellen Anwendungen. So hat das industrielle Internet der Dinge u.a. bereits in der Warenwirtschaft, der Automobilindustrie und im Gesundheitswesen Einzug gehalten. Die intelligenten Systeme überwachen Transportwege, sorgen für pünktliche Lieferungen oder überwachen medizinische Abläufe.


Wenn Sie noch mehr rund um das Internet der Dinge wissen wollen, haben wir für Sie die wichtigsten IoT Begriffe zusammengefasst und erläutert.

Anwendungsbeispiele

Am Beispiel der IIoT-Plattform e-nizing sehen Sie, was mit IoT im Industrie-Kontext möglich ist: Ziel war es mit einer hochskalierbaren IIoT Plattform einen digitalen Zwilling der Maschinen darzustellen, um diese zu überwachen, zu analysieren und aus der Ferne zu steuern. Lesen Sie hier, wie Industrial IoT in der Praxis aussieht. Außerdem können Sie bei einem weiteren IoT-Projekt entdecken wie wir die Firma Laserline einen Schritt näher an die Industrie 4.0 herangeführt haben. Neben Maschinen ist eine smarte Arbeitsplatzbeleuchtung, wie die TRILUX Bicult LED, ebenfalls eine Möglichkeit einer IoT-Anwendung. Das Internet of Things ist vielfältig und zeigt, dass Sie einige neue Geschäftsbereiche damit entwickeln können. Wie andere Unternehmen wie Merck und Fressnapf ihr Unternehmen digitalisiert haben, lesen Sie hier.

Ist es schon zu spät für IoT?

Wussten Sie, dass grade einmal 20% der Firmen, die ersten Maßnahmen im IoT-Umfeld umgesetzt haben? Der Großteil wägt ab, plant oder erprobt noch. Legen Sie los, es ist auf keinen Fall zu spät sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und zu schauen, welche Vorteile das Internet der Dinge bringen kann. Wo deutsche Unternehmen in Sachen IoT stehen, hören Sie im INCLOUD Podcast.



Die Vorteile von Industrial IoT

Die deutschen Unternehmen rüsten in Sachen Digitalisierung und IoT auf. Wer mithalten möchte, vernetzt Maschinen und nutzt Daten gewinnbringend. Dafür werden vorhandene Maschinen um smarte Technologien erweitert, um Daten besser zu senden und zu empfangen oder einfach die aktuellen Standards einzuhalten, ohne große Neuanschaffungen tätigen zu müssen. Stellen Sie sich nun vor, dass Sie dank der Cloud-Lösung von überall die gesammelten Maschinendaten abrufen können.

Was machen Sie nun mit den Datenmengen, Big Data? Wäre es nicht toll zu wissen, wann ein bestimmtes Ereignis eintreten wird? Wenn Ihnen die eine Maschine, die immer wieder Probleme macht erste Fehlermeldungen mitteilt? Predictive Maintenance hilft Ihnen dabei, Vorhersagen rund um Ihre Maschinen zu treffen: Je mehr Daten Sie sammeln, umso besser lassen sich anhand von Erfahrungswerten bestimmte Geschehnisse voraussagen. So prognostizieren Sie zum Beispiel die Lebensdauer einer Maschine oder eines Bauteils und wissen, wann eine Maschine an ihre Verschleißgrenze stößt. Damit unterstützt Predictive Maintenance Sie bei der Wartung Ihrer Anlagen ganz nach Bedarf, da frühzeitig erkannt wird, welche Maschinen stärkerer Belastung ausgesetzt sind. Das spart Ihnen enorme Kosten im Vergleich zu fest terminierten Prüfungen oder gar dem Abwarten auf den Ernstfall, da das Risiko eines Maschinenausfalls verringert wird. Die Leistungen der Maschinen können sogar durch die Auswertung der Daten noch verbessert werden. Arbeiten Sie mit gefährlichen oder giftigen Materialien? Auch hierbei könnten Sensoren an den jeweiligen Maschinen Sie rechtzeitig warnen, so dass Sie Ihre Mitarbeiter:innen schützen können.

Was kosten IoT-Lösungen?

Die Kosten lassen sich nicht pauschal definieren. Für jedes Unternehmen sind sie anders und hängen auch von der Anbieterauswahl ab. Durch die Bandbreite der Anwendungen ist aber für jede Unternehmensgröße etwas dabei. Unsere IoT-Projekte sind darauf ausgelegt, dass Sie schnellstmöglich den Return on Investment erzielen.

Die Cloud im IoT

Stellen Sie sich vor, dass Sie beliebig viele Geräte oder Maschinen über eine Plattform verwalten können. Aber wie soll das gehen? Mit der Cloud! Eine Cloud-Anwendung ist der optimale Weg, um Ihr Business nach vorne zu bringen. Diese ist nicht nur unkompliziert und bietet eine verlässliche Infrastruktur, sondern ermöglicht Ihnen, dass Sie schnell beginnen können: Sie zahlen nämlich nur die von Ihnen benötigten Services und müssen keine Leistungsreserven oder kaum ausgelastete Server zahlen. So sind die Kosten besonders in der Anfangsphase sehr gering und bei Prototypen sogar kostenfrei. Dadurch ergibt sich eine fast endlose Skalierbarkeit. Die Public Clouds bieten bereits viele Standardservices. Es gibt eine IoT-Geräteverwaltung, Authentifizierung und Standard-Anbindung. Damit müssen Sie nicht viel selbst bauen und können sofort loslegen.

Sie profitieren von weitaus geringeren IT-Administrationsaufwänden, um die Infrastruktur zu verwalten und beispielsweise bei Serverausfällen zu reagieren – das erledigt die Cloud für Sie. Zudem steht auch das Thema Sicherheit in der Cloud- und IoT-Welt an oberster Stelle. Die größten Hyperscaler bieten Ihnen alles, was Sie zur konsequenten Absicherung Ihrer Anwendung und der Nutzerdaten benötigen – es gibt also viele Gründe für eine Cloud-Anwendung. Lesen Sie zudem nach, was eine Cloud-Anwendung kostet und welche Faktoren diese Kosten beeinflussen. 

Titelbild: Himetalor Akhere Unuabona auf Unsplash
Weiterempfehlen:

IoT Architektur Teil 3: Warum Konnektivität erfolgsentscheidend ist

2021-11-30LesenArrow forward

IoT Architektur Teil 2: Was macht eine IoT Plattform?

2021-11-16LesenArrow forward

IoT Architektur Teil 1: Welche Hardware Möglichkeiten haben Sie?

2021-11-02LesenArrow forward

Update gefällig?